912 Johann Bartholomäus Anhorn (M)
* 17.01.1616 Fläsch GR , + 09.07.1700 Elsau ZH
 Bemerkungen:
EM 32. Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 23/24. EWB 90. Zürcher Pfarrerbuch, 1953, S. 181. Thurgauer Pfarrerbuch, 1863, S. 154/155. Pfarrerbuch St. Gallen, 1971, S. 37/38. Familienregister St. Gallen 1620-1798, S. 63, Nr. 1. Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 1, S. 129v. David von Moos, Thuricum Sepultum, 5. Teil, 1780 (Grabinschriften der Kirchen in der Landschaft Zürich), S. 123/126. Anna-Katharina Höpflinger, "Der Teufel wohnet bey den Spielern", Ein protestantisches Beispiel für Spielverbot, in: Von Avatar bis zur Zauberei, Religion im Spiel, hg. von Darius Pezzoli-Olgiati und Thomas Schlag, Zürich 2011, S. 77-83. Besuch der Lateinschule in Zürich ZH und Studium in Basel BS 1632 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - im März 1632, "Rhaetus"). Ordiniert 1634. Pfarrer in Grüsch GR und Seewis GR 1634, Hundwil AR 1635, St. Gallen-Linsebühl (Siechenhaus) SG 1637. Kam am 26.9.1649 mit Erlaubnis der Obrigkeit von St. Gallen nach Heidelberg. Pfarrer in Neckargemünd 1649 (lt. KB Neckargemünd ab 30.9.1649 bis 7.10.1649). Als Kurfürst Karl Ludwig sein väterliches Erbe zurückerhielt, in die Pfalz einzog und am 7.10.1649 in Mosbach am ersten öffentlichen Gottesdienst teilnahm, hielt Pfarrer Anhorn den Gottesdienst (Bartholomaeus Anhorn, Geistliche Lebendigmachung Der in den Sünden todten Menschen, Basel 1684, Vorrede, S. 14; Heinz Schuchmann, Die Einwanderung der Schweizer in der ehemaligen kurpfälzischen Kellerei Hilsbach im 30jährigen Krieg, in Badische Familienkunde, Band 6, 1963, S. 7, 9). Pfarrer in Heidelberg an der St. Peterskirche bis Dezember 1649 und dann Pfarrer und Inspector in Mosbach. Am 10.2.1660 wurde er wegen einer satirischen Schrift zur beabsichtigten Scheidung des Kurfürsten in Arrest genommen, in einer Kutsche mit 6 Schimmeln auf das Heidelberger Residenzschloss geführt, dort "tractiert" (siehe seinen "Abschieds-Vermerk" im KB Mosbach, S. 285) und am 23.2.1660 seines Dienstes entsetzt (Urkundenbuch Universität Heidelberg, Nrn. 1680 und 1682). Auf seine Entlassung reagierte sein Umfeld mit subtilen Solidaritätsbekundungen: Bei der Taufe seines Sohnes Johann Kaspar am 4.9.1660 übernahm der gewählte Ratsbürgermeister Mosbachs "im Namen des gesamten Rats" die Patenschaft und sein Nachfolger als Pfarrer und Inspector in Mosbach suchte als Patin seiner 1660 geborenen Tochter die Ehefrau Anhorns aus. Rückkehr in die Schweiz und Pfarrer zu Bischofszell TG 1661/78 (seine Abschiedspredigt: Bischoffzellische Ehrengedächtnuss oder Abscheids-Predig von dem Fundament der evangelischen reformierten seligmachenden Religion / durch Bartholomeum Anhorn, gewesnen Pfarrer daselbst und Decanum des ehrwürdigen Ober-Turgauischen Capituls, anjezo aber Pfarrern zu Elsau in der Landschaft Zürich ..., Zürich 1678) sowie Elsau ZH 1678. Nach dem Tod des Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz genoss er (wieder) das Wohlwollen von dessen Nachfolger Karl, vor dem er an dessen Geburtstag am 31.3.1684 in Heidelberg in der Klosterkirche quasi als "Wiedergutmachung" die Osterpredigt halten durfte (Bartholomaeus Anhorn, Geistliche Lebendigmachung Der in den Sünden todten Menschen, Basel 1684, siehe http://reader.digitale-sammlungen.de). "Anno 1695 tat er noch eine Reise in Holland und England, besuchte König Wilhelm, mit dem er in der Jugend studiert hatte und kam glücklich im selben Jahr wieder hier an". Starb durch einen Fall vom Kirschbaum.
 
Ehegatten / Partner
Kinder
 1: Katharina Höhener «17819»
* 13.05.1616 Gais GR , + 25.02.1655 Mosbach
oo 22.09.1634 Gais AR
Bartholomäus Anhorn (M) «888»
* 23.12.1635 Hundwil AR , + 02.04.1644 Hundwil AR
Anna Barbara Anhorn (F) «876»
* 23.10.1638 St. Gallen SG , + 20.06.1639 St. Gallen SG
Elisabeth Anhorn (F) «902»
* 28.04.1640 St. Gallen SG , + 20.06.1673 Bischofszell TG
Anna Barbara Anhorn (F) «877»
* 16.08.1641 St. Gallen SG , + nach 1663
Bartholomäus Anhorn (M) «889»
* 14.08.1644 St. Gallen SG , + 06.02.1710 Amriswil TG
Daniel Anhorn (M) «897»
* 25.06.1646 St. Gallen SG , + um 1711
Anna Katharina Anhorn (F) «878»
* 07.04.1649 St. Gallen SG , + um 1716
Johann Jacob Anhorn (M) «913»
* 03.04.1651 Mosbach , + 14.02.1652 Mosbach
 2: Justina Hiller «17500»
* 21.05.1619 St. Gallen SG , + 10.04.1662 Bischofszell TG
weitere Partnerschaften zu «4837»
oo 14.08.1655 St. Gallen SG
Bemerkungen:
Heirat lt. KB Mosbach.
Maria Anhorn (F) «925»
* 29.08.1656 Mosbach , + nach 1686
Silvester Samuel Anhorn (M) «934»
* 24.01.1659 Mosbach , + 1736 St. Gallen SG
Johann Kaspar Anhorn (M) «915»
* 01.09.1660 Mosbach , + 25.01.1736 St. Gallen SG
Anna Anhorn (F) «873»
* 17.03.1662 Bischofszell TG , + 11.05.1663 Bischofszell TG
 3: Sabina Stauder «40723»
* 22.02.1629 St. Gallen SG , + 1720 Elsau ZH
oo 02.09.1662 Bischofszell TG
Jacob Christoph Anhorn (M) «908»
* 27.01.1664 Bischofszell TG , + um 1730
Anna Anhorn (F) «874»
* 27.05.1666 Bischofszell TG , + nach 1691
Maria Sabina Anhorn (F) «927»
* 15.07.1668 Bischofszell TG , + um 1733
Veronika Margaretha Anhorn (F) «938»
* 01.06.1671 Bischofszell TG
 
Eltern
Geschwister
Vater:  Daniel Anhorn «894»
* 27.12.1594 Fläsch GR , + 20.10.1635 Sulgen TG
oo 15.01.1613 Maienfeld GR
Michael Anhorn (M) «930»
* um 1618 Fläsch GR , + 03.09.1629 Sulgen TG
Daniel Anhorn (M) «895»
* um 1622 Zürich ZH , + 18.09.1629 Sulgen TG
Johann Anhorn (M) «909»
* 29.08.1624 Sulgen TG , + um 1695
Elisabeth Anhorn (F) «901»
* 12.07.1626 Sulgen TG , + 15.03.1628 Sulgen TG
Markus Anhorn (M) «928»
* 20.08.1628 Sulgen TG , + 29.10.1678 Wolfhalden AR
Johann Kaspar Anhorn (M) «914»
* 17.07.1631 Sulgen TG
Daniel Anhorn (M) «896»
* 29.12.1632 Sulgen TG , + 1716 CHur GR
Katharina Barbara Anhorn (F) «922»
* 12.10.1634 Sulgen TG , + 19.10.1635 Sulgen TG
Mutter:  Verena Gansner «12239»
* um 1596 Maienfeld GR , + 16.09.1629 Sulgen TG

© SEHUM ist eine genealogische Datei von
Norbert Emmerich, Heidelberg
(E-Mail: sehum at online.de)

Erzeugt am 24.06.2016 mit Ortsfamilienbuch © von Diedrich Hesmer
basierend auf Daten aus "SEHUM 201606.ged"